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Einladung 

zur Fortsetzung des Dialoges im Namen der Kulturabteilung und der Kulturreferentin der Stadt Klagenfurt Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz

Kunst macht Stadt?*

mit
Anton Lederer, rotor graz / center for contemporary art
Arthur Ottowitz, Kulturinitiative Bleiburg (kib)

am
Freitag, den 17. November 2017 um 18.00
raum 8, 8.-Mai-Straße 28, Klagenfurt
Kultur wirkt!?. nimmt die aktuellen Entwicklungen im Kardinalviertel und in anderen Stadtteilen von Klagenfurt zum Anlass um folgende Frage zu erörtern:
–  Wie können Kunst- und Kulturprojekte die Entwicklung eines Stadtteils beeinflussen?
–  Unter welchen Rahmenbedingungen werden Gentrifizierungsprozesse in Gang gesetzt und welche Rolle nehmen Kunst und Kultur dabei ein?

Im Anschluss an die Impulsreferate zu Kunst und Kultur in der Stadt(teil)entwicklung am Beispiel des Annenviertels Graz und der Stadt Bleibburg gibt es die Möglichkeiten zum geselligen Austausch.

*  Titel der gleichnamigen Forschungspublikation, in der vier Fallstudien zur Interaktion von Kunst und Stadtquartier in Wien von den Autor/innen Philipp Rode, Bettina Wanschura und Christian Kubesch vorgestellt werden.

 

Kultur und Tourismus

Am 22. Juni 2017 fand auf Einladung der Kulturreferentin der Stadt Klagenfurt,  BGM Maria-Luise Mathiaschitz, und der Abteilung Kultur der Landeshauptstadt Klagenfurt die erste von zwei für das laufende Jahr geplanten Veranstaltungen zur Fortsetzung des Dialogs im Rahmen von Kultur wirkt!?. statt.

Helmuth Micheler, Leiter des 2016 gegründeten Tourismusverbandes Klagenfurt, möchte in der strategischen Ausrichtung der Tourismusregion Kultur als ein Schwerpunktthema positionieren. Drei Projekte hat er dazu seit Herbst bereits auf die Beine gestellt.

Das Internationale Bodypainting Festival übersiedelt zu seinem 20-jährigen Jubiläum in die Landeshauptstadt. Eine Woche lang bietet das Festival eine Mischung aus Körpermalkunst, Shows und Musik. Besonders hervorgehoben wird von Micheler, dass die verschiedenen Veranstaltungen auch in den öffentlichen Parkanlagen zwischen Künstlerhaus und Architekturhaus stattfinden und damit zur Belebung und Positionierung dieses öffentlichen Raumes beitragen.
Eine neue App, die Gästen der Stadt die vielen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angebote näher bringen soll, steht ebenfalls kurz vor dem Start. Beim Vorbeigehen poppen Informationen auf, die Interesse wecken und nicht nur dazu anregen, die Stadt zu erkunden sondern auch zum Besuch von Galerien, Museen und Veranstaltungen einladen. Derzeit sind vor allem die Kultureinrichtungen der Stadt und des Landes in der App erfasst. Mit dem Anbringen eines kleinen Senders können sich aber auch freie Kulturinitiativen in diese App einbinden.
Ein gedrucktes Kulturprogrammheft wurde als Kooperationsprojekt zwischen Kulturabteilung und Tourismus erstellt und wird dieser Tage neu aufgelegt. Es bietet nicht nur einen Überblick über die vielen Veranstaltungen, die in Klagenfurt besucht werden können, sondern auch einige Hintergrundinformationen zu ausgewählten Acts.

Verena Teissl, Professorin für Kulturmanagement und Kulturwissenschaften an der FH Kufstein stellte das Verhältnis von Kultur und Tourismus in den Mittelpunkt ihres Impulsreferates. Als Mitbegründerin des Innsbrucker Filmfestivals und Mitarbeiterin der Viennale kennt sie den Kulturbetrieb als Praktikerin. Über regionalen Fallstudien arbeitet sie an der theoretischen Fundierung des Kulturmanagements. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis sind ihr ein zentrales Anliegen.
In ihrem Impulsreferat skizziert sie die unterschiedlichen Zugänge und Sichtweisen von Tourismus- und Kulturanbietern, die sich im wesentlichen in unterschiedlichen Zielsetzungen liegen: einerseits ökonomische Aufwertung, andererseits kulturelle Auseinandersetzung und Bildung. Dieser Zielkonflikt ist in der Kooperation von Kultur- und Tourismusanbietern zu bearbeiten und kann unterschiedlich bewältigt werden. Wichtig für beide, ist das Anziehen von Gästen. Kulturelle Angeboten sind für Urlauber vor allem dann buchungsentscheidend, wenn etwas Besonderes in kurzer Zeit geboten wird. Laufende Kulturangebote stellen vor allem ein Ergänzungsprogramm für Touristen dar.
Aus der Arbeit an ihrer Publikation „Kulturveranstaltung Festival“ hebt sie hervor, dass sich Kulturfestivals aufgrund der durch sie erregten Aufmerksamkeitsdichte besonders gut zur Etablierung und Rezeption von kultureller Produktion eignen. Klagenfurt hat hier mit dem Bachmannpreis ein Format, welches international wahrgenommen wird. Damit dieses Literaturfest auch vor Ort verstärkt identitätsstiftend wird, könnten beispielsweise ein breiterer Zugang organisiert und ein stärker auf die Rezeption durch die Bevölkerung ausgerichtetes Rahmenprogramm entwickelt werden. Verena Teissl verweist auch darauf, dass nicht nur vorhandene Stärken sondern auch die kulturelle Bearbeitung von gesellschaftspolitischen Schwachstellen viel Interesse bei Kulturtouristen zu wecken vermag. „Authentischer Kulturtourismus kann ein Katalysator für das Aufgreifen gesellschaftskritischer Themen sein, oder solcher, die eine Region belasten.“ Als Co-Autorin des Buches „Kulturtourismus in Tirol“ verwies Verena Teissl auf die touristisch bedeutsame Rolle der Volkskultur in Tirol, die zugleich während des Nationalsozialismus ideologisch umgedeutet und instrumentalisiert wurde. In Kärnten wäre die Zweisprachigkeit ein Themenfeld, das für die kulturelle Positionierung und Bearbeitung besonders spannend und zukunftsweisend sein könnte.

Die angerissenen Themen wurden in der anschließenden Diskussion von den rund 25 Teilnehmenden rege diskutiert. Hervorgehoben wurde immer wieder, die Wichtigkeit des politischen Willens für die Entwicklung des Kulturprofils der Stadt.

Ausblick
Im Herbst 2017 soll eine weitere Veranstaltung zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ stattfinden.

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Kultur wirkt !?.

Kleine Zeitung berichtet über Kultur wirkt!?. in der Printausgabe und online am 11.12.2012

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Am 22. 11. 2016 konnten wir die Ergebnisse aus dem Prozess Kultur wirkt !? im Klagenfurter Stadtsenat zusammengefasst vorstellen.
In der anschließenden Diskussion gab es viele positive Rückmeldungen und auch Vorschläge in Zukunft verstärkt ressortübergreifend zum Thema Kunst und Kultur zusammenarbeiten zu wollen. Die Absicht, diesen Prozess im Dialog fortzusetzen und erste Maßnahmen möglichst rasch umzusetzen, ist da. 

Am 29.11.2016 hat dann Bürgermeisterin und Kulturreferentin Maria-Luise Mathiaschitz zu einer Pressekonferenz eingeladen und eine Pressemitteilung wurde vom Rathaus verschickt:

„Kultur ist die Seele einer Stadt, prägt Identität, Charakter und Selbstbe­wusstsein der Stadt“, machte Bürgermeisterin den  Stellenwert von Kunst und Kultur fest.
Maria-Luise Mathiaschitz stellte auch fest, dass der Stadtsenat die >Strategie zur Kulturentwicklung in Klagenfurt< einstimmig positiv zur Kenntnis genommen hat und so der Weg frei zur weiteren Arbeit ist. „Eine Stadt ist arm ohne Kulturleben, dieses wird zwar oft nur unterschwellig wahrgenommen aber wenn es fehlt, dann fällt es sofort auf. Wir werden von dem Geld, das wir jetzt durch unseren Kurs erwirtschaften, natürlich einen Teil in koordinierte kulturelle Vorhaben investieren“, sagte die Bürgermeisterin.

Hier der Bericht als Download:  strategie-kulturentwicklung-2016

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TALK TANK
Am 21. 10. 2016 wurden von der ARGE Bednar-Sturm die Eckpunkte des Strategiepapiers zur Kulturentwicklung in Klagenfurt, die in einem Think Tank und 5 Fokusgruppen-Gesprächen gemeinsam mit Teilnehmer/innen aus den Bereichen Kultur, Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus erarbeitet wurden, in der Alpen-Adria-Galerie vorgestellt. Eingeladen waren alle, die am Prozess teilgenommen haben sowie alle, die über die Klagenfurter Kulturinstitutionen, Kulturinitiativen und Kulturvereine erreicht werden konnten. Alle Anwesenden wurden gebeten, die vorgestellten Empfehlungen in einem Fragebogen zu bewerten und zu ergänzen. Hier die Auswertung der ausgefüllten Fragebögen als download. auswertung-fragen-praesentation-strategie

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FOKUSGRUPPEN – in sechs Gesprächsrunden mit jeweils rund 15 geladenen Teilnehmern aus Kunst, Kultur, Wirtschaft, Tourismus, Medien etc. werden aufbauend auf den Ergebnissen der THINKTANK-Veranstaltung wesentliche Fragestellungen zur Entwicklung einer Strategie Kulturstadt Klagenfurt bearbeitet.

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FOKUSGRUPPE 5 „Kultur und Medien“ 
28. September 2016, 16.00-19.00, Literaturlounge Musilmuseum Klagenfurt

Sechzehn geladene Personen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Medien haben sich mit oben genanntem Thema auseinander gesetzt. Gemeinsam ist man den Fragen nachgegangen, wodurch die Kulturberichterstattung über Klagenfurt bereichert bzw. optimiert werden könnte, was Kulturjournalisten von Kulturschaffenden brauchen und umgekehrt und wodurch die Online-Plattform KulturRaum Klagenfurt wirksamer gemacht werden kann. Diskutiert wurde auch, ob Klagenfurt ein zeitgemäßes Kulturmedium braucht und was ein serviceorientierter Kulturchannel bieten sollte. Hier eine Zusammenfassung der Diskussion als download.  zusammfassung-fokusgruppe-5

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FOKUSGRUPPE 4 „Kultur, Wirtschaft und Tourismus“ 
6. Oktober 2016, 16.00-19.00, Hafen 11, Klagenfurt

Dreizehn geladene Personen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Verwaltung, Marketing, Wirtschaft und Tourismus haben sich mit oben genanntem Thema auseinander gesetzt. Gemeinsam ist man den Fragen nachgegangen, welche Modelle und Formate notwendig sind, damit Wirtschaft, Tourismus und Kultur in Klagenfurt mehr voneinander profitieren können. Was brauchen die Wirtschaft und der Tourismus von der Kultur? Was braucht die Kultur von Wirtschaft und Tourismus? Welcher Handlungsbedarf besteht diesbezüglich in Klagenfurt? Was könnte die Stadt zu diesen Themen unterstützend beitragen? Hier eine Zusammenfassung der Diskussion als download.  zusammfassung-fokusgruppe-4

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FOKUSGRUPPE 3 „Kunst und Kultur im öffentlichen Raum – Stadtentwicklung und Stadtmarketing“ 

15. September 2016, 15.00-18.00, Architektur Haus Kärnten

Elf geladene Personen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Stadtverwaltung haben sich mit oben genanntem Thema auseinander gesetzt. Gemeinsam ist man den Fragen nachgegangen, wie Kunst und Kultur den öffentlichen Raum beleben können, welche Orte durch Kunst und Kultur aufgewertet werden könnten, wie ein Kultur-Leitsystem für Klagenfurt aussehen könnte und wie die Stadtverwaltung dabei unterstützend mitwirken könnte. Hier eine Zusammenfassung der Diskussion als download.  zusammenfassung_fokusgruppe-3

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FOKUSGRUPPE 2 „Woche der Begegnung, reloaded?“
11. August 2016, 15.00-18.00, Raj

Was hat die >Woche der Begegnung< (kurz WdB) ausgemacht, die in Klagenfurt rund 25 Mal stattgefunden hat? Warum war dieses Kulturformat so erfolgreich, dass es bis heute nachwirkt? Ließe sich ein solches Format ins 21. Jahrhundert übertragen? Bräuchte die Stadt Klagenfurt eine WdB RELOADED? Fünfzehn geladene Personen aus Kunst und Kultur haben sich darüber ausgetauscht. Hier eine Zusammenfassung der Diskussion als download. zusammenfassung-fokusgruppe-2

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FOKUSGRUPPE 1 Literaturstadt Klagenfurt
20. Juli 2016, 15.00-18.00, Musil-Haus Klagenfurt
Wie kann der Bachmannpreis als Alleinstellungsmerkmal für die Kultur von Klagenfurt
noch weiter an Wirkung gewinnen? Diese Frage bildete den Ausgangspunkt für die Diskussion der rd. 10 Teilnehmer aus Kunst, Kultur und Tourismus.
Einen wesentlichen Input lieferte ein Konzept zur Literaturstadt Klagenfurt,
das aktuell von einer eigenen Arbeitsgruppe am Musil-Institut bereits vor dem Start von >Kultur wirkt< erarbeitet wurde.
Hier eine Zusammenfassung der Diskussion als download. zusammenfassung-fokusgruppe-1-end

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THINKTANK – der 2. Juni 2016 war ein Tag für die Kulturentwicklung, als Start für den Prozess zur STRATEGIE KULTURSTADT KLAGENFURT!

Insgesamt 54 Klagenfurter Kulturschaffende und Kulturarbeiter/innen aus Theater, Literatur, Musik, Bildender Kunst, Tanz und Jugendkultur haben sich einen ganzen Tag lang Zeit genommen und in der Alpen-Adria-Galerie im Stadthaus gemeinsam wichtige Fragen rund um die Kultur in Klagenfurt diskutiert. Erstmals hat ein spannender Austausch quer durch die Sparten und Generationen stattgefunden, der ein Stimmungsbild zum Staus Quo, dringenden Anliegen, Kritik, Wünschen und Visionen für die Zukunft gebracht hat.

Hier eine erste Evaluierung der wesentlichen Anliegen:

  1. Klagenfurt braucht ein klares und starkes Kulturprofil, das auch über die Stadt hinaus wirkt.
  2. Es braucht eine klare kulturpolitische Vision und ein eindeutiges politisches Bekenntnis zur Kultur!
  3. Kultur muss in Klagenfurt sichtbarer und präsenter werden.
  4. Die Wertschätzung der Kultur muss durch Politik und Publikum muss spürbarer werden.
  5. Spartenübergreifende Kulturformate mit überregionaler Strahlkraft sollen entwickelt werden (Bachmannpreis, Woche der Begegnung könnten dafür als Anknüpfungspunkte genutzt werden).
  6. Öffentliche Räume und Leerstände in Gebäuden sollen vermehrt mit Kultur bespielt und werden!
  7. Die Kooperation intern zwischen den Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen etc. und extern mit Wirtschaft, Tourismus und Stadt muss gestärkt werden – Win-Win-Situationen!
  8. Klagenfurt braucht eine qualitativ hochwertige und inhaltlich kompetente Kulturberichterstattung
  9. Klagenfurt braucht einen effizienteren umfassenden Kulturchannel und ein übergreifendes Kommunikations- und Marketingkonzept!
  10. Das Kulturbudget muss mittelfristig gesichert, die Fördervergabe transparent sein!
  11. Die Verwaltung soll Kultur ermöglichen und nicht erschweren!
  12. Kinder- und Jugendkultur soll gefördert werden!
  13. Mehrsprachigkeit soll als Potential erkannt werden!
  14. Klagenfurt braucht einen unabhängigen Kulturbeirat!

Die gesammelten Statements und eine Fotodokumentation als download hier.

THINKTANK Sammlung

Fotodokumentation Thinktank 02062016

Wie geht es weiter: wesentliche Themen zur Kulturentwicklung, die sich aus den Statements der Teilnehmer/innen am THINKTANK verdichtet haben, werden über den Sommer in Fokusgruppen vertieft.

Alle sind eingeladen, weitere Anmerkungen zu den verschiedenen Themen auch über den Webblog einzubringen.

Wir bitten um Verständnis, dass der Webblog keine Ankündigungsportal für Veranstaltung sein kann, auch wenn uns bewusst ist, dass ein solches Format in Klagenfurt fehlt. Gerne könnt Ihr Eure Veranstaltungen aber mit unserer Facebook-Seite verlinken.